Das ist Emilia, Das Land und seine Geschichte

Der majestätische Dogenpalast

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Es gibt privilegierte Aussichtspunkte, die uns unerwartete Orte von edler und prächtiger Schönheit schenken, von denen wir nie gedacht hätten, dass wir sie finden würden, vor allem nicht in einer Stadt, die weltweit für ihr Industriegebiet bekannt ist, das der Herstellung von Keramikfliesen gewidmet ist. Wir befinden uns in Sassuolo, in einem Gebiet, das zwischen der Ebene und den ersten sanften Hängen des Apennins von Modena liegt.

Lawrence Beck

Bild von Lawrence Beck

Was einst ein „Dorf mit roten Dächern“ mit stark landwirtschaftlicher Ausrichtung war, kann heute auf zahlreiche große Unternehmen mit erstklassigen Namen verweisen, die in diesem Streifen der Provinz Modena ein wahres Reich der Technologie im Hinblick auf keramische Materialien und industrielle Automation schaffen konnten.

Die stark futuristische Prägung hat jedoch die glorreiche Geschichte dieser Stadt, deren historische Altstadt gut erhalten ist, nicht ausgelöscht. Der Aussichtspunkt, von dem wir zu Beginn sprachen und auf den wir Einheimische sehr stolz sind, ist der majestätische Dogenpalast, den Sie in seiner ganzen Pracht sehen werden, sobald Sie im Stadtzentrum ankommen, genauer gesagt an der Ecke zwischen Piazza Martiri und Via Rocca.

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Vor Ihnen liegt eine breite Straße aus Kieselsteinen, die Sie zum Eingang des noblen Gebäudes führt. Sie müssen wissen, dass das, was wir heute sehen, die architektonische Entwicklung eines Ortes ist, dessen Verwendungsbestimmung in der Vergangenheit zahlreiche Änderungen erfahren hat. Sein heutiges Aussehen nimmt auf Wunsch von Herzog Francesco I d’Este Gestalt an, der 1634 den Architekten Bartolomeo Avanzini damit beauftragte, das alte Familienschloss in eine moderne Vorstadtresidenz für den Hofstaat umzubauen.

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Wenn Sie die Eingangstreppe hinaufsteigen, die Sie zu den Räumen des Palastes führt, werden Sie mit Wandmalereien, Stuckdekorationen und Skulpturen begrüßt, die Sie stark beeindrucken werden, und Sie haben nie gedacht, Schätze von solch künstlerischer Schönheit finden zu können. Jede Ecke wurde von den Künstlern der Vergangenheit, die dazu beigetragen haben, den Palazzo Ducale zu einer Residenz mit leicht theatralischem Charakter zu machen, mit Geschick und Hingabe dekoriert. Sie werden große Räume sehen, in denen Ihr Blick vom Trompe l’oeil der Türen und Fenster gefangen genommen wird, oder vorgetäuschten Terrassen und Balustraden voll mit Obstkörben und bunten Blumengirlanden. Neben der italienischen Kunst von Pier Francesco und Carlo Cittadini finden sich ebenso viele außergewöhnliche Werke von Jean Boulanger. Außerdem gibt es Fresken von Angelo Michele Colonna und Agostino Mitelli.

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Angesichts des historischen und kulturellen Reichtums des Palastes können Sie wählen, ob Sie sich auf Ihrem Besuch von einem erfahrenen Führer begleiten lassen oder ob Sie sich von den außergewöhnlichen Gefühlen, die dieses majestätische Gebäude hervorzubringen weiß, mitreißen lassen möchten.

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Eine Freude, die für eine gewissen Zeitraum verborgen blieb und auch den Einheimischen kaum bekannt ist. Heute lebt und kommuniziert sie mit der modernen Welt. Dies spiegelt sich auch in den ganzjährig stattfindenden Ausstellungen wider.

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Villa Della Porta Bozzolo I, 2011, Archival Inkjet Print, ed. of 5, 152.5 x 183 cm, New York, Courtesy, The Artist and Sonnabend Gallery, NY

Bis am 17 September können Sie die Ausstellung von Lawrence Beck besuchen. Sie können eine Reihe der schönsten Italienischen Garten sehen.

Das ist Emilia

Das Museum der Keramik in der zeitgenössischen Kunst

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Unsere Geschichte führt uns in die charakteristischen Straßen der Altstadt von Sassuolo, einer kleinen Stadt zwischen den Provinzen Modena und Reggio Emilia, die sich eine wichtige Position in der Welt erobert hat aufgrund ihres berühmten Industriebezirks, der sich durch die Produktion von Keramikfliesen hervorhebt. Und doch zeichnet sich das Gebiet von Sassuolo nicht nur durch die Tradition des verarbeitenden Gewerbes aus, das Synonym für Innovation und Spitzentechnologie geworden ist, sondern hat auch ein reiches kulturelles Erbe hervorgebracht, das aus Palästen, Gärten und Landsitzen besteht, die in längst vergangene Epochen gehören.

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Wenige Schritte vom majestätischen Palazzo Ducale (Herzogspalast) entfernt befindet sich die Cavallerizza Ducale – der herzogliche Reitstall –  ein außergewöhnliches Werk, das uns durch seine Ausstrahlung und die gekonnt wiederhergestellte Architektur fasziniert und wo der Geist der Vergangenheit mit der Moderne zusammenlebt.

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Die Cavallerizza Ducale wurde zwischen 1781 und 1788 auf Wunsch des Herzogs Ercole Rinaldo III erbaut, um dem Mangel an Stallungen und Unterkünften für die herzoglichen Dragoner abzuhelfen, die dem Hof der Familie Este bei ihrem Umzug in die Residenz von Sassuolo folgten. Dieses Gebäude, das in der Vergangenheit zusammen mit dem Herzogspalast von Sassuolo Teil der “Delizia Estense” (der Residenzen der Familien Este) war, beherbergt heute das erste Museum, das der Keramik in der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist: das Museo Bertozzi e Casoni.

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Es handelt sich um ein Projekt, das auf Initiative von Franco Stefani, einem bedeutenden Unternehmer aus Modena, entstand. Das Museum Bertozzi e Casoni umfasst die berühmtesten Werke, die international ausgestellt worden sind, wie etwa in der Tate Liverpool, dem Sperone Westwater in New York, dem Castello Sforzesco in Mailand, der Biennale von Venedig,  im Palazzo Te von Mantua und auf der Expo 2015 in Mailand.

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Die Künstler Giampaolo Bertozzi (1957) und Stefano Dal Monte Casoni (1961) stammen aus Imola und haben eine herausragende künstlerische Ausbildung genossen, von der Schule von Faenza bis zur Akademie der Schönen Künste in Bologna. Ihre Interessen gehen hin zu einem Dialog mit der großen Tradition der Kunst, sie behalten aber doch ihre ursprüngliche Neigung zum Experimentieren in der Bildhauerkunst bei, wobei sie in der Keramik eine Möglichkeit für die Bemalung einer Skulptur sehen. Zwischen kompositorischem Surrealismus und formellem Hyperrealismus untersuchen Bertozzi & Casoni seit Jahren die Abfallprodukte der zeitgenössischen Gesellschaft und schließen dabei die der Kultur und Kunst nicht aus. Bei ihrer Inszenierung leisten Phantasie, präzise Technik, bildliche Darstellung und Abstraktion, Vergangenheit und Gegenwart, Verfall und Schönheit ihren Beitrag.

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Eine originelle und auf ihre Weise einzigartige Ausstellung, zum Teil surreal, was die Darstellung von Objekten und Tieren betrifft, die wirklich, lebendig scheinen, so beeindruckend ist das meisterliche Geschick bei jedem einzelnen Detail. Das ist eine Gelegenheit, die man nicht versäumen sollte, um zu verstehen, wie ein Material wie die Keramik, die uns in unserem alltäglichen Leben stets nahe ist, sich in ein Werk der Gegenwartskunst verwandeln kann im Innern eines Gebäudes, das an die Pracht vergangener Zeiten erinnert und ein herausragendes Beispiel der italienischen Architektur des 18. Jahrhunderts darstellt.

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Das Museum entsteht auf Initiative von Franco Stefani – Präsident eines bekannten Unternehmens, das weltweit in einem Industriezweig tätig ist, der sich durch Innovation und Spitzentechnologie auszeichnet – der der Stadt Sassuolo einen Ort des Wissens und der Erforschung geben wollte, wo italienische Keramik und Kultur im Mittelpunkt einer wunderbaren prachtvollen Bühne stehen, die vom Erbe der Estensi dargestellt wird.

Die Ausstellung ist für die Öffentlichkeit zugänglich, und der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: von Freitag bis Sonntag, jeweils von 15.00 bis 19.30 Uhr.

Das ist Emilia

Die kleine Welt der emilianischen Ebene

Da ist das Dorf, da ist die kleine Welt. Eine ganz kleine Welt irgendwo im Norden Italiens. Dort, in der so flachen und fruchtbaren Gegend, die zwischen dem Fluss und dem Berg liegt, zwischen dem Po und dem Apennin. Dichter, eisiger Nebel erdrückt ihn im Winter, und im Sommer schlägt dem Menschen eine gnadenlose Sonne auf den Kopf. Hier ist alles extrem. Politische Leidenschaften entzünden sich, und es wird hart gekämpft. Aber der Mensch bleibt Mensch, und so können hier Dinge passieren, die nirgendwo sonst in der Welt möglich sind“.

So beginnt die erste Episode der Filmreihe Don Camillo. Die Romanfigur stammt aus der Feder von Giovannino Guareschi. Dem begabten Schriftsteller ist es gelungen, den Geist der emilianischen Ebene zu Papier zu bringen. Er wurde in dieser Gegend geboren, in Fontanelle di Roccabianca, und hat mit feiner Ironie und Eleganz die Abenteuer erzählt, die dem Pfarrer und dem Bürgermeister dieser kleinen Welt widerfahren.

Eine Welt, die sich dem Außenstehenden nicht einfach erschließt. Es sind Orte, an denen das Wasser, der Fluss, das sich scheinbar endlos erstreckende Flachland prägende Elemente einer ländlichen Seele sind, die diesem Teil der Poebene seine Magie und Melancholie verleihen. Gleichviel, ob wir von den Provinzen Modena, Reggio, Parma oder Ferrara sprechen. Es ist stets die Ebene der Emilia, deren Identität sich über Provinzgrenzen hinweg nicht verändert.

Gefühle steigen empor und bewegen uns, Episode für Episode, auch wenn die filmische Übertragung von der Vorstellung beeinflusst ist, die der Regisseur vom Flachland hatte. Julien Duvivier entschied sich für Brescello als Drehort, da er sich gut für die Aufnahmen eignete.

In Wirklichkeit ist die ganze Ebene jene kleine Welt. Sie umschließt den Charakter einer Gemeinschaft, den ich von klein auf habe erleben können. Vielleicht hänge ich deswegen so sehr an dieser landschaftlichen Melodie.

Ich konnte in aller Freiheit auf den unasphaltierten Straßen in der Nähe des Landhauses meiner Onkel und Tanten herumstreunen und dabei entdecken, dass der Mittelpunkt des Dorflebens die Piazza ist, der von kleinen, pastellfarbenen Häusern umgebene Platz. Am Abend zog vom Land der Duft der hier gut gedeihenden Tomaten und Wassermelonen herein.

Ich erinnere mich an den grenzenlosen Horizont. Daran, dass die Häuser in der weitläufigen Landschaft bei Sonnenuntergang von den Sonnenstrahlen erleuchtet wurden und wie Sterne im Halbschatten des Weizenfelds wirkten. Der Himmel scheint hier riesengroß. Vielleicht empfand ich deshalb jedes Mal, wenn ich meine Onkel und Tanten besuche, ein Gefühl der Ruhe, das ich an keinem anderen Ort mehr erlebt habe.

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Die erste Sammlung mit dem Titel Don Camillo erschien 1948 zum ersten Mal, und das Buch war sofort ein großer Erfolg. Weltweit wurden rund 20 Millionen Exemplare verkauft, und die Figur des Don Camillo wurde zu einem immer wiederkehrenden Thema.

Die Ebene, wie sie Giovannino Guareschi in Don Camillo erzählt, verwandelt sich in einen Spaziergang durch Erinnerungen. Aus ihnen tauchen Details und Nuancen einer Landschaft auf, in welcher der Fluss (gleichviel, welcher), die weite, lehmige Ebene, der dichte Nebel, die gleißende Sonne, die von Dämmen eingeengten Straßen tragende Elemente jener kleinen, emilianischen Welt sind. Sie versetzen uns zurück in jene Vergangenheit, die uns auf unsere Gegenwart vorbereitet hat.

Das ist Emilia

Roncole Verdi eine Reisewert

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Es ist ein Sonntagmorgen im Frühling. Die Strahlen der Sonne erwärmen die unter ihr liegende Landschaft. Der Himmel ist von einem ganz besonderen Azurblau, und die Luft duftet nach frisch geschnittenem Gras. Wir beschließen, an diesem Tag ein weiteres Stückchen der Emilia zu entdecken. Noch wissen wir nicht, welches unser Ziel sein wird, welcher der Ort, den wir erreichen, doch wir wollen die Reise ganz auskosten, wobei wir uns von unserem Instinkt leiten lassen.

Das Herumvagabundieren ist das Gefühl, das heute am besten zu passt und das uns dazu führt, ein kleines Dorf im Hinterland von Parma zu entdecken: den Geburtsort von Giuseppe Verdi. Wir sind in Roncole di Busseto, fast unerwartet. Wie viele von euch kennen diesen Ort? Ohne seinen Bezug zum großen Maestro Giuseppe Verdi wäre er uns unbekannt, und wir haben ihn nie vorher besucht. Roncole Verdi ist ein Dörfchen im Hinterland von Parma, wenige Kilometer von der Autobahn-Ausfahrt (A1) Fidenza entfernt.

Es gibt Orte, die eine besondere Faszination ausüben und die uns an Gefühle und Seelenzustände erinnern, die zu unseren Wurzeln gehören. Wir schauen uns um und sehen, dass sich alles in diesem kurzem Stück Straße abspielt, wo sich das Geburtshaus von Giuseppe Verdi befindet.

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Verdis Geburtshaus kommt uns wie ein einfacher ländlicher Bau vor, außen perfekt verputzt und mit gut sichtbaren baulichen und dekorativen Details. Sein Geburtsdatum ist auf der Hauptfassade des Hauses eingemeißelt, während sich auf der linken Seite ein alter Brunnen befindet und davor ein kleiner Hof, wo die Büste des großen Komponisten steht. Das Haus wurde im 18. Jahrhundert errichtet und an die Familie Verdi vermietet, die eine Osteria verwaltete, zu der dann ein Lebensmittelgeschäft, eine Poststation, ein Weinkeller und ein Gasthaus hinzukamen.

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Hier atmet man die Liebe zur Musik eines der größten Komponisten ein, der je gelebt hat. Wir treten ein, um das Haus zu besichtigen. Wir sind wirklich neugierig zu erfahren, wie man in jenen Jahren lebte und wie der große Meister seine Kindheit verbracht hat.

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Wir werden von einem Mitarbeiter empfangen, der uns einen iPad überreicht. Ja wirklich, hier verbindet sich die Tradition mit der Technologie. Auch die Besichtigung ist virtuell, dank eines Simulationsprogramms können wir anhand von Bildern, Tönen und Dialogen die Geschichte von Giuseppe Verdi wiedererleben, an dem Ort, wo sie begann: am 10. Oktober 1813. Die multimediale Erzählung wird der Stimme eines Kindes anvertraut, dem jungen Verdi.

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Ein Raum folgt auf den nächsten. Wir folgen dem Weg, der uns vom iPad vorgeschlagen wird, und wir sind mit unseren Gedanken in jenen Jahren. Es lohnt sich auf jeden Fall, in den unterschiedlichen Szenen dieser Geschichte zu verweilen, wobei unsere Phantasie das Leben Verdis bildlich wie auf Fotos wieder erschafft. Die Osteria, das Geschäft von Carlo Verdi, das Schlafzimmer, das Arbeitszimmer mit den Rechnungsbüchern und das Spinett des Meisters.

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Gut 200 Jahre trennen uns von dem Datum, das auf der Außenwand eingraviert ist, und so viele Dinge haben sich natürlich verändert. Aber es ist so, als wenn es eine unsichtbare Brücke gäbe, die die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet. Nach Roncole zu fahren und das Geburtshaus von Giuseppe Verdi zu besichtigen, ist wie eine Zeitreise. Ein Ort, der sein Gesicht verändert hat, aber in der Veränderung seinen Ruhm zu wahren gewusst hat.

 

Das ist Emilia, Das Land und seine Geschichte

Cavallerizza Ducale ein Kunstmeisterwerk

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Es ist ein Frühlingsmorgen, einer jener Tage, an denen es nach frisch gemähtem Gras duftet und an den Bäumen die ersten Blüten sprießen, wie um zu zeigen, dass der Winter zu Ende ist und die schöne Jahreszeit beginnt. Unsere Geschichte bringt uns in die charakteristischen Straßen der Altstadt von Sassuolo, einer kleinen Stadt zwischen den Provinzen Modena und Reggio Emilia, die sich eine wichtige Position in der Welt verschafft hat aufgrund ihres berühmten Industriebezirks, der sich durch die Produktion von Keramikfliesen hervorhebt. Und doch zeichnet sich das Gebiet von Sassuolo nicht nur durch die Tradition des verarbeitenden Gewerbes aus, die Synonym für Innovation und fortschrittliche Technologie geworden ist, sondern hat auch ein wichtiges Kulturerbe hervorgebracht, das aus Palästen, Gärten und Landsitzen besteht, die in längst vergangene Epoche gehören.

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Die Zeit verläuft unaufhaltsam, aber diese Orte bleiben hier vor uns als Beweis einer Vergangenheit, die heute wieder neu in ihrem ganzen Glanz auflebt dank der Zuneigung der Menschen, wie die Cavallerizza Ducale, der herzogliche Reitstall, der heute fast wie von Zauberhand im Herzen der Stadt weniger Meter vom majestätischen Herzogspalast auftaucht. Ein außergewöhnliches Werk, das uns durch seine Ausstrahlung und die gekonnt wiederhergestellte Architektur fasziniert und wo der Geist der Vergangenheit mit der Moderne zusammenlebt.
Wir beschließen hineinzugehen, um seine geheimste Seele zu entdecken. Eine Reise, die uns in die Epoche des Herzogtums der Familie Este zurückbringt, die damals in diesem Teil der Emilia regierte. Die Cavallerizza Ducale wurde in der Tat zwischen 1781 und 1788 auf Wunsch des Herzogs Ercole Rinaldo III erbaut, um dem Mangel an Ställen und Unterkünften für die herzoglichen Dragoner abzuhelfen, die dem Hof der Estensi bei ihrem Umzug in die Residenz von Sassuolo folgten. Dieses Gebäude war Teil der “Delizia Estense”, der „Wonne der Familie Este“, zusammen mit dem Herzogspalast von Sassuolo und den dazugehörigen Strukturen, die die Sommerresidenz bildeten.

In architektonischer Hinsicht präsentiert sich die Cavallerizza mit einem imposanten Giebeldach aus Holz, das von 23 Dachstützen gehalten wird, während die Nordfassade mit perspektivischen Darstellungen geschmückt ist, die vom Herzogspalast den Blick auf die „Peschiera“ öffnen. Ein außergewöhnliches und sehr beeindruckendes Werk. In vergangenen Zeiten war das das „Theater der Quellen“, wo ein wunderbares Wasserspiel nach dem anderen zur Freude der Zuschauer ablief, die auf der mit Tuff und Muscheln verkleideten Tribüne saßen, während man auf dem Bühnenhintergrund den „Berg der Este“ sehen konnte, aus dem die Quellen heraussprudelten und auf dessen Gipfel sich heute immer noch der Adler der Este befindet, ein edles und wertvolles Symbol, das das Wappen des Herzogtums kennzeichnete.

Leider war die Geschichte dieses Gebäudes nicht immer ruhmreich, denn im Laufe der Jahre wurde es stark vernachlässigt, so dass es fast verfiel.
Aber dann ist die Cavallerizza zu neuem Leben erwacht und hat jetzt nicht nur eine kulturelle und soziale Funktion, sondern ist auch der Sitz des Steuerbüros Pincelli & Associati geworden. Zusammen mit dem Ingenieur Stefani, dem Präsidenten der System Gruppe, eines Unternehmens, das in der Industrieautomation tätig ist, waren die Eigentümer des Kanzlei die wirklichen Protagonisten dieses ehrgeizigen Renovierungsprojekts, das 1991 begann und im Jahr 1998 abgeschlossen wurde. Dieser Restaurierung wohnt eine Geschichte der Begeisterung und Liebe für Sassuolo inne. Es ist eine Tat voller Respekt und starker Verbundenheit mit diesem Land, das im Herzen seiner Wohltäter einen wichtigen Platz einnimmt, die durch die Instandsetzung des Prunkbaus einem der beeindruckendsten Orte der Stadt Würde und Glanz wiedergeben wollten. Die architektonische Restaurierung der Cavallerizza Ducale verbirgt einen Aspekt von besonderer Bedeutung: den Willen, nicht nur alte Mauern und Ziegelsteine aus ästhetischen Gründen wiederherzustellen, sondern auch den Wunsch, dem Gebäude seinen gesellschaftlichen Wert zurückzugeben, indem er ein Bezugspunkt im Leben der Einwohner von Sassuolo wird. Die Funktionalität, die der Bau jetzt wiedergewonnen hat, macht ihn zu einem wichtigem Bestandteil des städtischen Lebens, mit dem sich die Einwohner auseinandersetzen und in dem sie sich wiedererkennen.

Wir wünschten uns, dass unsere Reise nie endete. Das ist ein bisschen so, wie wenn man die letzte Seite eines schönes Buches aufschlägt, das uns begeistert und in einem Abenteuer begleitet hat. Genauso kommen wir jetzt von Raum zu Raum zum Ende unseres Besuchs. Wir verweilen vor der Peschiera, wir wollen uns dieses außergewöhnliche nach oben offene Kunstwerk einprägen, das uns mit seiner Geschichte, Natur und Kultur umgibt. Wir beobachten es aufmerksam, denn wir wollen diese weit zurückliegende Epoche wieder aufleben lassen und die Elemente der Vergangenheit erneut aufgreifen, um sie neben die Gegenwart zu stellen.
Die Cavallerizza Ducale ist ein symbolträchtiges Beispiel für architektonischen Wiederaufbau, der moderne und antike Elemente umschließt. Eine erhabene Kunstform, die die Kultur ihrer Menschen und ihre neue Identität als lebendigen und funktionalen Ort ausdrückt.

Die Sonne steht nun hoch am Himmel, es ist jetzt Mittagszeit, die Gassen des Zentrums, die vorher durch ein fröhliches Hin und Her belebt waren, erscheinen uns jetzt ganz ruhig. Es ist der Moment gekommen, nach Hause zu gehen im Bewusstsein, dass wir die Erinnerung eines Bummels durch die Geschichte mit uns tragen, aber ganz ohne eine Zeitmaschine, da die Erinnerungen uns in die Vergangenheit zurückbringen und die Träume uns in die Zukunft schicken.

Photo Credit: Matteo Piazza

Das ist Emilia, Kultur, Kunst und Handwerk

Der Duft der Erinnerungen

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Kindheitserinnerungen verwandeln sich wie durch Zauberei in eine Inspiration, in eine Welt, von der man mit Hilfe des fünften Sinnes erzählt: dem Geruchssinn. So entsteht die Geschichte der Düfte von Daniele Cappello Riguzzis Terra Moderna 1955. Eine Geschichte, deren Beginn weit zurückliegt und die ihren Ursprung in der Emilia hat, in den Hügeln vor den Toren von Modena, genauer gesagt in Castelvetro, diesem Weiler, der aus einer Handvoll Häusern besteht und sich entlang der Hügel des Lambrusco hinzieht. Die Düfte von Terra Moderna sprechen über ihren Wohlgeruch von Momenten, die zu einer gemeinsamen Vorstellungswelt gehören; Erinnerungen, die mit einem besonderen Gebiet verbunden sind, wie Rosso Zocca, Azzurro Adriatico, oder mit der Tradition, die sich auf das Herstellungsverfahren des Lambrusco bezieht wie Vinaccia Lambrusco.

Das Erbe des Erlebten verändert sich und wird zu einem Wohlgeruch, den sein Schöpfer in hochwertigen Duftkreationen einfangen wollte. Die Kollektion besteht aus limitierten Auflagen und wird ständig weiterentwickelt. Die Emotionen, die bei dem Anschauen einer Landschaft hervorgerufen werden, die Gefühle, die uns in den Sinn kommen, wenn wir einen Duft riechen, sind eine lebhafte und unendliche Identität, die eine große Leidenschaft und die Kunst der Duftherstellung mit sich bringt. Die Schlichtheit, Parfüms aufzulegen, die so reich an Bedeutung sind, weist auf eine tiefgehende Eleganz hin; und auch aus diesem Grund vertreibt Daniele seine Parfüms über sorgfältig ausgewählte Verkaufsstellen, die selbst über die Magie berichten können, die sich hinter diesem unternehmerischen Projekt verbirgt, das auf Begeisterung und Interesse eines internationalen Publikums trifft

Eine Leidenschaft, die mit Ausdauer vorangebracht wird und die auch neue Lebensentwürfe und Veränderungen seitens des Erfinders erforderlich gemacht hat, der nach vielen Jahren Arbeit für Unternehmen von internationalem Ruf im Alter von 50 Jahren entschieden hat, seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Dabei ließ er sich von seinem Instinkt leiten und von dem originellen Geist, der ihn auszeichnet.

Terra Moderna entsteht in der Emilia, wie um eine unlösbare Verbindung zwischen seinem Gründer und den Orten seiner Kindheit zu vollziehen, wo der schlichteste Geruch Erinnerungen an diese Orte hervorrufen kann. Daniele schließt diese Emotionen in seine Parfüms ein, und durch ihre Alchimie erzählt er uns seine Geschichte.

Foto:www.terramoderna55.com

Übersetzung: Blue

Das ist Emilia, Das Land und seine Geschichte

Herbstsinfonie

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Wie ist es möglich, dass eine Jahreszeit in ihren unverwechselbaren Farben und Düften Seelenzustände und Emotionen aufnimmt, die so stark und intensiv sind, dass wir jedes Mal überrascht sind, wenn der Kalender den Monat Oktober erreicht? Der Herbst ist angekommen, und ein angenehmes Gefühl begleitet uns, so wie die Lust, unbekannte Landschaften und kleine versteckte Kostbarkeiten zu entdecken, uns glücklich und verwegen macht. Ausblicke, ein schönes Panorama oder einfach nur Winkel in den Gassen der Stadt verwandeln sich im Herbst zu Orten, die wegen der Intensität ihrer Farben bewundert werden. Von kräftigem Rot bis hin zu Ockergelb erscheint ein Regenbogen warmer Farbtöne vor unseren Augen, und wir sind verzaubert von der Schönheit der Natur um uns herum.

Heute ist ein milder Herbstsonnentag, der durchdrungen ist vom Duft des Holzes, das angezündet wurde für die Kamine im Innern der Wohnhäuser, die das Schloss umgeben. Wir befinden uns in Levizzano Rangone, einem kleinen Dorf in der Nähe der Stadt Modena und ganz wenige Minuten vom berühmten Maranello, der Heimat von Ferrari, entfernt.

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Um den Ort herum erstrecken sich sanfte Hügel mit Weinbergen in den tausend Farben des Herbstes. Die Ruhe wird nur vom Gezwitscher der Vögel unterbrochen, die glücklich zwischen den Weinbeeren herumfliegen, die nach der Ernte auf den Boden gefallen sind. Die Zeit der Weinlese ist nunmehr beendet, die Weintrauben wurden geerntet, und die Winzer in der Nähe des Dorfes arbeiten hart, um den Lambrusco zu erzeugen, den Wein, der in diesem Teil der Emilia in der Gemeinde Castelvetro di Modena souverän herrscht.

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Unser Ausflug hat uns zu diesem Ort geführt, der wegen seiner Schönheit und seiner Vollkommenheit einem Märchenbuch für Kinder entsprungen zu sein scheint. Wir steigen auf zur Burg von Levizzano und bewundern ihre beeindruckenden Mauern und ihre Architektur, die auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, als der Bau begann. Der Turm der Mathilde ragt in den Herbsthimmel empor, und zusammen mit dem Burggebäude bildet er das Symbol von Levizzano Rangone. Das historische Zentrum besteht aus einer kleinen Ansiedlung von Häusern aus einer anderen Zeit, die mit Weisheit und Sorgfalt renoviert wurden und Geschichten erzählen von Lebensläufen, die von einfachen Dingen gekennzeichnet waren.

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Nach der Mittagspause setzen wir die Reise auf unserer Harley Davidson fort, um die Oktoberdüfte vollständig in uns aufzunehmen. Die Sonne erhellt mit ihren leichten Strahlen die Weinberge, die Levizzano umgeben; ein vollkommener Zauber und ein erstaunliches Schauspiel öffnen sich vor unseren Augen. Wir halten an, um einige Fotos zu schießen, und fahren dann weiter auf der Straße nach Puianello, die aus Haarnadelkurven und atemberaubenden Ausblicken besteht. Rechts und links sehen wir die Furchen, ein geomorphologisches Phänomen der Erosion, das durch den Austritt von Wasser auf Lehmböden hervorgerufen wurde und so das Gebiet geformt und modelliert und damit eine mondähnliche Landschaft gebildet hat. Nachdem wir einige Kilometer auf der Provinzstraße zurückgelegt haben, erreichen wir das „Santuario della Beata Vergine della Salute“ (das Heiligtum der seligen heilbringenden Jungfrau), das sich auf dem Hügel von Puianello, in der Gemeinde Castelvetro, auf 475 m über dem Meeresspiegel erhebt.

Eine Terrasse über die Po-Ebene öffnet sich vor uns, von der aus man ein Panorama bewundern kann, das bis zu den Alpen reicht. Die Wallfahrtskirche wurde im 17. Jahrhundert nach dem Willen des Grafen Ugo Rangoni zum Dank für die Rettung vor der Pest errichtet. Damals war der Wallfahrtsort eine Kapelle, die der „heilbringenden Gottesmutter“ gewidmet wurde. Im Laufe der Jahre verfiel dieser kleine Gebetsort, und die Gräfin Teresa Rangoni leitete im Jahr 1716 den Bau der jetzigen Wallfahrtskirche ein, die 1721, fünf Jahre nach der Grundsteinlegung, eingeweiht wurde.

Wir bleiben noch einige Minuten so sitzen und blicken nach oben, um jedes architektonische Detail der Wallfahrtskirche zu erfassen, während draußen die Sonne hinter den vielfarbigen Hügeln hervorguckt. Es ist Zeit, nach Hause zurückzukehren und die Emotionen dieses Herbstsonntags in uns aufzunehmen, die wir als unauslöschliche Erinnerung behalten werden.

Übersertzung von Blue

Das ist Emilia, Die Kunst des Wohnens

Die Faszination des Landlebens

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Während unserer Streifzüge auf der Suche nach Orten, Menschen und Traditionen, über die wir berichten können, sind wir auf ein Landgut gestoßen, das außerhalb der Emilia liegt. Wir sind in der nahen und wunderbaren Toskana, genauer gesagt, im Gebiet von Siena.


Hier findet man jene berühmten und hoch geschätzten Landschaften, die wir zuweilen auch in ausländischen Filmen sehen, die in Italien spielen. Die Toskana, das Land der weiten und sanften Hügel, in dem lange Zypressenalleen mit majestätischer Eleganz herrschen.

Eine Landschaft, die uns unendlich viele Emotionen schenkt, wenn wir sie „live“ sehen, und die unsere Augen durch so viel erhabene Schönheit bezaubert. In diesem Winkel der Toskana steckt ein bisschen Emilia. Auf unserer Reise haben wir entdeckt, dass ein Büro junger Architekten aus Bologna mit dem Namen Ciclostile einem alten Gehöft im Herzen der Crete Senesi, der Hügellandschaft bei Siena, neues Leben eingehaucht hat. Das Gehöft heißt Podere Navigliano, und wir möchten euch davon vorstellen.

Das ist Emilia, Freizeitaktivitäten, Kultur

Die Via Emilia – Gärten, die auf ihre Entdeckung warten

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Anfang Mai wurde in der Sonntagsbeilage von The Sun “Sun on Sunday” ein Artikel veröffentlicht, der die Via Emilia in die Liste der 20 schönsten Straßen der Welt aufnimmt, die Reisen mit besonderen Erfahrungen ermöglichen.
Der Artikel der Reporterin Lisa Minot beschreibt die Gründe, die sie überzeugt haben, die Via Emilia in eine weltweite Übersicht über die ‚Traumstraßen‘ einzufügen, die an erster Stelle die berühmte und eindrucksvolle ‚Route 66‘ aufführt, die die Vereinigten Staaten von der Atlantik- bis zur Pazifikküste durchquert.
“Entlang der historischen Via Emilia – schreibt ‘The Sun – kann man die besten Erfahrungen machen, die eine Reise auf der Straße durch Italien bietet. Diese berühmte Straße führt vom Badeort Rimini bis zur historischen Stadt Piacenza, und entlang der Strecke kann der Tourist Rast machen in Cesena, Forlì, Faenza, Bologna, Modena, Reggio Emilia und Parma. In diesen Städten gibt es eine Vielzahl von enogastronomischen Köstlichkeiten, die man probieren kann: vom Parmigiano-Reggiano bis zum Prosciutto di Parma”. Auto-Fans – empfiehlt der Artikel – „können im Motor Valley dieser Region ihrer Leidenschaft frönen. Die Emilia Romagna ist in der Tat die Heimat weltberühmter Fahrzeug-Brands: von Ferrari bis Ducati, von Maserati bis Lamborghini”.

Eine Würdigung, die – wie wir hoffen – die Sichtbarkeit unseres Gebiets verstärkt, da die Emilia ein reiches künstlerisches und kulturelles Erbe aufweist, das sowohl im Ausland als auch in Italien gefördert werden muss. (Quelle: Ansa)

Da wir jetzt über die Via Emilia sprechen, wollen wir einen Augenblick innehalten und über die wunderbaren Gärten berichten, die wir von Piacenza bis Bologna finden. Wir haben Ihnen vom größtem Labyrinth der Welt (von Franco Maria Ricci) in Fontanellato in der Provinz Parma erzählt, nun beschreiben wir weitere botanische Anlagen in diesem Gebiet.

Das Leben bewundern, würdigen und erfassen, das Leben, das sich in jedem Ort verbirgt, in unterschiedlichen Momenten des Tages und der Jahreszeiten – das bedeutet, Farben, Düfte und Lichter wahrzunehmen. Dies sind die Gefühle, die ein Garten hervorrufen kann im Herzen einer Person, die ihn bewundert, da er die außergewöhnliche Schönheit der Natur offenbart.

Der Park des Schlosses von Grazzano Visconti – Piacenza

Der Park des Schlosses von Grazzano Visconti wurde um 1900 auf Initiative des Herzogs Giuseppe Visconti di Modrone gestaltet. Der Park mit seinem vielfältigen Baumbestand erstreckt sich auf einer Oberfläche von über 15 Hektar. Im Park haben auch Eulen, Käuze, Grün- und Rotspechte, Füchse, Dachse, Eichhörnchen, Mauerspechte, Dohlen und andere Tiere Aufnahme gefunden, die so einen Besuch im Park zu einer noch unvergesslicheren Erfahrung werden lassen.

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Im Innern dieses besonderen Beispiels für Landschaftsarchitektur gibt es auch einen Bereich, der Schmetterlingen und Marienkäfern gewidmet ist, der Butterfly Heaven. An diesem Ort finden wir Pflanzen, die diese bunten Insekten anziehen, die solche Freude hervorrufen, dass sie zu wirklichen Symbolen von positiver Einstellung und Optimismus geworden sind. Am Eingang des Parks liegt das Schloss aus dem 14. Jahrhundert.

Parco del Castello Grazzano Visconti

Eine surreale Atmosphäre umgibt uns, wir betreten eine vielseitige Welt, in der auch eine romantische Atmosphäre herrscht, die von den Waldbereichen und den gewundenen Pfaden geschaffen und durch ein Spiel von Licht und Schatten charakterisiert wird. Der Schlosspark gehört zum Kreis der großen italienischen Gärten (‚Grandi Giardini Italiani‘).