Das ist Emilia

Das Museum der Keramik in der zeitgenössischen Kunst

Composizione non finita-infinita

Unsere Geschichte führt uns in die charakteristischen Straßen der Altstadt von Sassuolo, einer kleinen Stadt zwischen den Provinzen Modena und Reggio Emilia, die sich eine wichtige Position in der Welt erobert hat aufgrund ihres berühmten Industriebezirks, der sich durch die Produktion von Keramikfliesen hervorhebt. Und doch zeichnet sich das Gebiet von Sassuolo nicht nur durch die Tradition des verarbeitenden Gewerbes aus, das Synonym für Innovation und Spitzentechnologie geworden ist, sondern hat auch ein reiches kulturelles Erbe hervorgebracht, das aus Palästen, Gärten und Landsitzen besteht, die in längst vergangene Epochen gehören.

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Wenige Schritte vom majestätischen Palazzo Ducale (Herzogspalast) entfernt befindet sich die Cavallerizza Ducale – der herzogliche Reitstall –  ein außergewöhnliches Werk, das uns durch seine Ausstrahlung und die gekonnt wiederhergestellte Architektur fasziniert und wo der Geist der Vergangenheit mit der Moderne zusammenlebt.

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Die Cavallerizza Ducale wurde zwischen 1781 und 1788 auf Wunsch des Herzogs Ercole Rinaldo III erbaut, um dem Mangel an Stallungen und Unterkünften für die herzoglichen Dragoner abzuhelfen, die dem Hof der Familie Este bei ihrem Umzug in die Residenz von Sassuolo folgten. Dieses Gebäude, das in der Vergangenheit zusammen mit dem Herzogspalast von Sassuolo Teil der “Delizia Estense” (der Residenzen der Familien Este) war, beherbergt heute das erste Museum, das der Keramik in der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist: das Museo Bertozzi e Casoni.

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Es handelt sich um ein Projekt, das auf Initiative von Franco Stefani, einem bedeutenden Unternehmer aus Modena, entstand. Das Museum Bertozzi e Casoni umfasst die berühmtesten Werke, die international ausgestellt worden sind, wie etwa in der Tate Liverpool, dem Sperone Westwater in New York, dem Castello Sforzesco in Mailand, der Biennale von Venedig,  im Palazzo Te von Mantua und auf der Expo 2015 in Mailand.

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Die Künstler Giampaolo Bertozzi (1957) und Stefano Dal Monte Casoni (1961) stammen aus Imola und haben eine herausragende künstlerische Ausbildung genossen, von der Schule von Faenza bis zur Akademie der Schönen Künste in Bologna. Ihre Interessen gehen hin zu einem Dialog mit der großen Tradition der Kunst, sie behalten aber doch ihre ursprüngliche Neigung zum Experimentieren in der Bildhauerkunst bei, wobei sie in der Keramik eine Möglichkeit für die Bemalung einer Skulptur sehen. Zwischen kompositorischem Surrealismus und formellem Hyperrealismus untersuchen Bertozzi & Casoni seit Jahren die Abfallprodukte der zeitgenössischen Gesellschaft und schließen dabei die der Kultur und Kunst nicht aus. Bei ihrer Inszenierung leisten Phantasie, präzise Technik, bildliche Darstellung und Abstraktion, Vergangenheit und Gegenwart, Verfall und Schönheit ihren Beitrag.

Copia di Sedia elettrica con farfalle

Eine originelle und auf ihre Weise einzigartige Ausstellung, zum Teil surreal, was die Darstellung von Objekten und Tieren betrifft, die wirklich, lebendig scheinen, so beeindruckend ist das meisterliche Geschick bei jedem einzelnen Detail. Das ist eine Gelegenheit, die man nicht versäumen sollte, um zu verstehen, wie ein Material wie die Keramik, die uns in unserem alltäglichen Leben stets nahe ist, sich in ein Werk der Gegenwartskunst verwandeln kann im Innern eines Gebäudes, das an die Pracht vergangener Zeiten erinnert und ein herausragendes Beispiel der italienischen Architektur des 18. Jahrhunderts darstellt.

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Das Museum entsteht auf Initiative von Franco Stefani – Präsident eines bekannten Unternehmens, das weltweit in einem Industriezweig tätig ist, der sich durch Innovation und Spitzentechnologie auszeichnet – der der Stadt Sassuolo einen Ort des Wissens und der Erforschung geben wollte, wo italienische Keramik und Kultur im Mittelpunkt einer wunderbaren prachtvollen Bühne stehen, die vom Erbe der Estensi dargestellt wird.

Die Ausstellung ist für die Öffentlichkeit zugänglich, und der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: von Freitag bis Sonntag, jeweils von 15.00 bis 19.30 Uhr.

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